Seit November 2025 hatte der Spanischkurs des jetzigen 10. Jahrgangs am eTwinning Projekt zum Thema „Raíces europeas del bienestar: Linking cultures and feelings“ mit der Schule I.E.S.O. Galileo in Pozo Estrecho bei Cartagena in Murcia/Spanien teilgenommen.
Unsere Projektarbeit mündete in einem gegenseitigen Austausch über die Erasmus+ Gruppenmobilität. Im Frühjahr waren 15 spanische SchülerInnen mit ihren zwei Lehrkräften vom 17.-27.04.2026 bei uns am Pelizaeus-Gymnasium. Die SchülerInnen wohnten bei ihren jeweiligen AustauschpartnerInnen.
Der Gegenbesuch fand im Sommer vom 15.-22.06.2026 statt und wir konnten unser gemeinsames Projekt in Spanien weiterführen.
Über das Forum der eTwinning-Plattform konnten sich die SchülerInnen bereits im Herbst 2025 gegenseitig vorstellen und über Videos erste Einblicke in ihr Schulleben bekommen. Für die spanische Schule war die Verkehrssprache Englisch; für das Pelizaeus-Gymnasium - soweit es der Anfangsunterricht zuließ - Spanisch. Auch erste Beiträge zum Thema Well Being konnten online über unser Forum mit Fotos und Reels ausgetauscht werden.
Während unserer Besuche betrachteten wir gemeinsam die Fragestellung, was wir in unterschiedlichen Bereichen (Sport, Kunst, Umwelt, Medien) tun können, damit es uns gut geht. Die gemeinsamen Erfahrungen wurden sowohl in Deutschland als auch in Spanien in einem persönlichen Sketchbook festgehalten, das in Form eines kreativen Reisetagebuches geführt wurde. Ein Highlight unserer Zeit in Deutschland war die Fahrradtour vom Hauptbahnhof Münster zu den Rieselfeldern, die als besonderes Naherholungsgebiet der Region gelten. In Spanien konnten wir die dortige Schule und die Schulumgebung kennenlernen und sind in die spanische Lebensweise eingetaucht.
Zeitgleich ergab sich die Gelegenheit, im Rahmen eines Erasmus+ Jobshadowing einen intensiven kollegialen Austausch für eine weitere Spanischlehrerin an der gleichen Schule durchzuführen. Während die Schülerinnen und Schüler am Projekt arbeiteten, war es so auch für die Kollegin möglich “hinter die Kulissen” der I.E.S.O. Galileo zu schauen, um vor allem im Bereich Nachhaltigkeit voneinander lernen zu können. Beispielsweise wurde deutlich, wie sehr in Spanien durch den Klimawandel der Bedarf an “Grünen Berufen” im Bereich Wasserwirtschaft und Solarenergie ansteigt und wie die Jugendlichen über fest verankerte Schulprojekte angeregt werden, die Landwirtschaft um Pozo Estrecho herum fortzuführen. Des Weiteren war interessant, wie an der dortigen Schule durch Exkursionen zu Stätten des kulturellen Erbes oder auch Orte von ökologischer Bedeutung der Gedanke der Nachhaltigkeit Eingang in die Bildung der Jugendlichen gefunden hat.
So berichten nicht nur viele SchülerInnen vom Pelizaeus-Gymnasium, dass sie auch auf lange Sicht hin Kontakt zu ihren AustauschpartnerInnen halten möchten – auch die LehrerInnen beider Schulen sind enger zusammengerückt. Wir freuen uns, in Spanien eine Schule gefunden zu haben, mit der wir auch in Zukunft zusammenarbeiten können.
Text: Tassnim Sughayer, Berina Limani, Fr. Bluhm-Brülke, Fr. Schindler-Steudel, Fotos: Fr. Bluhm-Brülke