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Oberstufe

Informationen zur gymnasialen Oberstufe

Grundlagen

Die in diesem Artikel gemachten Angaben gelten für alle Schülerinnen und Schüler, die im Jahr 2011 oder später in die Oberstufe eintreten.

Die APO-GOSt (Ausbildungs- und Prüfungsordnung für die gymnasiale Oberstufe) bildet die rechtliche Grundlage für den Bildungsgang in der Sekundarstufe II (SII) und bezieht sich auf die verkürzte Schullaufbahn (G8).

Die gymnasiale Oberstufe gliedert sich in:
  • EF     Einführungsphase (Jgst. 10, früher: Jgst. 11)
  • Q1       1. Jahr der Qualifikationsphase (Jgst. 11, früher: Jgst. 12)
  • Q2       2. Jahr der Qualifikationsphase (Jgst. 12, früher: Jgst. 13)

Die Leistungen aus der Qualifikationsphase gehen zu 2/3 in die Noten des Abiturzeugnisses ein; dabei werden die Leistungen in den  Grundkursen einfach, die in den Leistungskursen zweifach gewichtet.

Beratung und Begleitung

Jede Jahrgangsstufe wird auf ihrem Weg durch die SII von einem Beratungsteam (Jahrgangsstufenleiter/in und mindestens einer weiteren Beratungslehrkraft) begleitet. Das Jahrgangsstufenteam – als unmittelbare Ansprechpartner der Schüler - kontrolliert die Schullaufbahn und führt entsprechende Beratungsgespräche bzgl. Kurswahlen und Laufbahnplanungen durch. 

Etwa in der Mitte des zweiten Halbjahres informiert der Oberstufenkoordinator die Schüler sowie die Eltern unserer zukünftigen Oberstufenschüler auf einem  Informationsabend über das Thema „Differenzierte Oberstufe“. Etwas später werden die in der Oberstufe neu einsetzenden Fächer von Fachlehrkräften vorgestellt. Erst danach werden sich die Schülerinnen und Schüler entscheiden, welche Fächer sie in der gymnasialen Oberstufe wählen möchten. Bei ihrer Schullaufbahnplanung werden die zukünftigen Oberstufenschülerinnen und -schüler durch das Laufbahnplanungstool „Lupo“ begleitet und unterstützt. Da die für die Einführungsphase getroffene Fächerwahl bereits erste (wichtige) Weichen im Hinblick auf das Abitur stellt (Fächer, die in der Einführungsphase nicht belegt worden sind, können in den beiden folgenden Jahren (Q1und Q2) in der Regel nicht hinzugewählt und belegt werden.), werden anfangs durch den Oberstufenkoordinator, später durch das Jahrgangsstufenteam begleitende Beratungen angeboten sowie regelmäßige Informationsveranstaltungen durchgeführt.

Die Allgemeine Hochschulreife (Zentralabitur)

In der gymnasialen Oberstufe werden die Schülerinnen und Schüler in Prinzipien und Formen selbstständigen Arbeitens und in grundlegende wissenschaftspropädeutische Arbeits- und Erkenntnisweisen eingeführt. Sie erwerben damit die allgemeine Studierfähigkeit. Die Allgemeine Hochschulreife befähigt nicht nur zum Studium an einer Hochschule, sondern öffnet zugleich den Weg in eine berufliche Ausbildung außerhalb der Hochschule.

Die Allgemeine Hochschulreife erwirbt man mit bestandener Abiturprüfung und sie berechtigt zum Studium in allen Ländern der Bundesrepublik Deutschland in allen Fachrichtungen.

In NRW wurde erstmalig 2007 das Zentralabitur durchgeführt. Dies bedeutet, dass die Aufgabenstellungen für die schriftlichen Prüfungen an allen Gymnasien landesweit identisch sind und die entsprechenden Arbeiten zum gleichen Zeitpunkt geschrieben werden.

Die Auswertung der Leistungen unserer Schülerinnen und Schüler zeigt, dass das Pelizaeus-Gymnasium sowohl bei der durchschnittlichen Abiturnote als auch bei der Verteilung einzelner Notenbereiche - bezogen auf die Mittelwerte aus NRW - gut abgeschnitten hat.

Die Fachhochschulreife (schulischer Teil)

Schülerinnen und Schüler, die die gymnasiale Oberstufe verlassen, können bei entsprechenden Leistungen frühestens jedoch am Ende des ersten Jahres der Qualifikationsphase (Q1) den schulischen Teil der Fachhochschulreife erwerben. Mit Ausnahme von Bayern und Sachsen wird diese in allen anderen Bundesländern anerkannt.

Mittlerer Schulabschluss am Gymnasium

Schülerinnen und Schüler des gymnasialen Bildungsgangs erwerben den mittleren Schulabschluss mit der Versetzung in die Qualifikationsphase. Sollte die Versetzung nur knapp verfehlt werden, kann der mittlere Schulabschluss nach Maßgabe der Ausbildungs- und Prüfungsordnung dennoch zuerkannt werden. Nähere Auskunft erteilt zeitnah die Schule.

Aufnahmebedingungen

In die Einführungsphase eintreten können Schülerinnen und Schüler:
  • des Gymnasiums mit einem Versetzungszeugnis in die Einführungsphase.
  • einer anderen Schulform (z.B. Realschule oder Hauptschule) mit Fachoberschulreife und Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe (sogenannter Qualifikationsvermerk auf dem Zeugnis).

Unterrichtsorganisation in der gymnasialen Oberstufe

In der gymnasialen Oberstufe (SII) findet der Unterricht im Kurssystem statt. Es gibt Grundkurse und Leistungskurse.

Grundkurse werden in der Regel dreistündig, Leistungskurse in der Regel fünfstündig unterrichtet. Grund- und Leistungskurse unterscheiden sich im Umfang der Gegenstände, in der Intensität ihrer Behandlung und im Grad der methodisch-wissenschaftlichen Erarbeitung.

In der EF-  und in Q-Phase können Vertiefungskurse in den Kernfächern angeboten werden. Sie dienen dem Fördern bei Defiziten, aber auch dem Angleichen des Wissensstandes bei Schülerinnen und Schülern, die von der Haupt- bzw. Realschule kommen. Die Schule weist Schülerinnen und Schülern Vertiefungskurse zu!

Abiturfächer: Die Abiturprüfung findet in vier Fächern statt: In den zwei Leistungskursfächern und in einem Grundkursfach (3. Abiturfach) wird schriftlich und ggf. mündlich geprüft. In einem weiteren Grundkursfach (4. Abiturfach) wird nur mündlich geprüft.

Dauer der Oberstufe

Der Besuch der Oberstufe dauert in der Regel drei Jahre. Eine nicht bestandene Abiturprüfung kann man in der Regel nur einmal wiederholen.

Aufgabenfelder und Unterrichtsfächer

Die Unterrichtsfächer in der Oberstufe sind drei Aufgabenfeldern zugeordnet. Die Fächer Religionslehre und Sport gehören keinem Aufgabenfeld an. Die folgende Übersicht stellt das Angebot des Pelizaeus-Gymnasiums dar:

I.       Das sprachlich-literarisch-künstlerische Aufgabenfeld

         Deutsch, Englisch, Französisch, Lateinisch (ab Jgst. 6 und 8 bzw. neu als einsetzende Fremdsprache ab der Einführungsphase), Russisch (neu 
         einsetzende Fremdsprache ab der Einführungsphase)  Spanisch (ab Jgst. 8 bzw. als neu einsetzende Fremdsprache ab der Einführungsphase), 
         Kunst, Musik, Literatur (alternativ für Kunst oder Musik in der Q1)

II.      Das gesellschaftswissenschaftliche Aufgabenfeld
        
          Geschichte, Erdkunde, Sozialwissenschaften, Philosophie, Erziehungswissenschaft (Pädagogik)

III.    Das mathematisch-naturwissenschaftlich-technische Aufgabenfeld

         Mathematik, Physik, Biologie, Chemie, Informatik

Durch die Kooperation mit benachbarten Gymnasien konnten in der Vergangenheit alle Fächer – bis auf Sport, Philosophie, Religionslehre und Latein – als Leistungskurse angeboten und fast regelmäßig eingerichtet werden.

Leistungsbewertung

In der Oberstufe sind Leistungen, die man fortlaufend im Unterricht erbringt, ebenso bedeutsam wie die schriftlichen Arbeiten (Klausuren). Die Bewertung für einen Kurs mit Klausuren setzt sich gleichwertig aus den Beurteilungsbereichen Klausuren und Sonstige Mitarbeit zusammen. In Kursen ohne Klausuren ist die Note für die Sonstige Mitarbeit zugleich die Kursabschlussnote.

In der Qualifikationsphase werden Noten in Punkte übertragen. In diesem Punktesystem entsprechen 15 Punkte der Note „sehr gut plus“, 10 Punkte beispielsweise der Note „gut minus“, 5 Punkte der Note „ausreichend“ und null Punkte der Note „ungenügend“.

Facharbeit/Projektkurse

In der Jahrgangsstufe Q1 wird im 2. Halbjahr eine Klausur durch eine Facharbeit ersetzt. Die Facharbeit ist eine umfangreiche schriftliche Hausarbeit von ca. 8-12 DIN A4-Seiten, die selbstständig zu verfassen ist. Sie soll an einem Beispiel Kenntnisse darüber vermitteln, was eine wissenschaftliche Arbeit ist und wie man eine wissenschaftliche Arbeit schreibt. Zur Leistung der Facharbeit gehören dementsprechend die Themen- und Materialsuche, die Arbeitsplanung, das Ordnen der Materialien, die Erstellung des endgültigen Textes in sprachlich angemessener Darstellung mit korrekter Zitiertechnik und einem Quellenverzeichnis sowie möglicherweise die Präsentation der Arbeitsergebnisse. Eine Vorbereitung auf die anzufertigende Facharbeit findet bereits in der EF in den Deutschkursen statt.

Über die Möglichkeit Projektkurse anzubieten, wird in den Fachkonferenzen zurzeit noch beraten.

Abschluss der Oberstufe

Die Hochschulreife wird erworben durch eine Gesamtqualifikation. Diese besteht aus den zwei nachfolgenden Bereichen bzw. Blöcken.

a)      Block I: aus den Leistungen in Grundkursen der Jahrgangsstufen Q1 und Q2 und den Leistungen in den beiden Leistungskursfächern der Jahrgangsstufen Q1 und Q2. Die Ergebnisse aus den Leistungskursfächern und den Grundkursfächern zusammen müssen mindestens 200 Punkte ergeben; maximal 600 Punkte können erreicht werden. 

b)     Block II:  aus den Leistungen im Abiturbereich. Das sind die Leistungen in den vier Fächern der Abiturprüfung. Im Abiturbereich müssen mindestens 100 Punkte erbracht werden, möglich sind maximal 300 Punkte. Die vier Abiturfächer setzen sich aus den zwei Leistungskurs-fächern und zwei Grundkursfächern zusammen.

Aus der Summe der erzielten Punkte aus Block I und Block II wird die Abiturnote (Gesamtqualifikation) ermittelt.

Weitere Informationen

Die Broschüre „Die gymnasiale Oberstufe an Gymnasien und Gesamtschulen in Nordrhein-Westfalen“, der weitgehend diese Hinweise zur Oberstufe entnommen wurden, erleichtert die Planung der Schullaufbahn von der Einführungsphase bis zum Abitur: Ob es um Pflichtfächer oder individuelle Schwerpunkte, Leistungsnachweise oder die Abiturprüfung geht. Angehende Oberstufenschülerinnen und -schüler finden hier alle wichtigen Informationen. Beim Broschürenservice NRW findet man die aktuelle Fassung der Broschüre zum Download.  Zudem findet man ebenfalls Hinweise zu gymnasialen Oberstufe auf den Internetseiten des Ministeriums für Schule und Weiterbildung des Landes NRW.