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Sek. II

Chemie ist …

Buntstift und Alleskleber, Handy und Kamera, Nylonstrumpf und Winterjacke, Pudding und Cola, Lack und Gummireifen, Indigojeans und Vanilleeis, Benzin und Autositz, Handcreme und Haarshampoo, Fußbodenbelag und Brillenglas, Laser und Leuchtstoffröhre, Blut und Blattgrün, Kunststoff und Kunstdünger, Batterie und Solarzelle, DNA und Krebsmedikament, Spiegelei und Dauerwelle, Aspirin (R) und Chanel No 5 (R).

Die Chemie beantwortet Fragen wie: Warum schmeckt eine Zitrone sauer? Warum ist ihre Schale gelb? Kann man aus Zitronen eine Batterie bauen? Wieso ist ein Nagel hart, aber ein Hemd weich? Weshalb wird ein Kaugummi beim Kauen erst weich? Und wie stellt man einen Nagel, ein Hemd und ein Kaugummi her?

Chemie ist überall – und gar nicht so schwer.

Atome, Moleküle und Ionen halten unsere Welt zusammen.  Mit ihnen jongliert der Chemiker. Er macht sich Modelle davon, wie diese Grundbestandteile der Natur sich verbinden und sich trennen, warum das geschieht und welche Eigenschaften aus einer bestimmten Zusammensetzung der Teilchen folgen. In diesem Sinne ist Chemie „Lego für Erwachsene“.

Der Chemiker überprüft seine Modelle mit gezielten Experimenten und verbessert sie dadurch. Die Erkenntnisse, die die Chemie dabei gewinnt, haben unsere Welt nachhaltig verändert; das gilt für die Industrielle Revolution im 19., für die moderne Medizin und Kommunikationstechnologie im 20. und ebenso für die Entwicklung erneuerbarer Energien im 21. Jahrhundert.

Aus der Vermittlung naturwissenschaftlicher Erkenntnisse erwächst Verständnis sowohl für die Vorgänge in der Natur und als auch für die moderne Technik in all ihren Facetten. Aufgabe des Chemieunterrichts ist es, Einblick nicht nur in die experimentelle Methodik der Chemie, sondern auch in die „typisch chemische“ Herangehensweise an die Fragen der Natur zu geben. Er soll die Schüler mit den nötigen Kenntnissen ausstatten, um aktiv die Welt von morgen zu gestalten: “The best way to predict the future is to invent it.“