Unsere zweite Projektwoche sollte in Ermelo in den Niederlanden stattfinden. Unser Zug fuhr am Montag (16.03.2026) pünktlich ab und wir konnten jeden Anschluss bequem erreichen. Wir kamen bei Sonnenschein in Ermelo an. Daraufhin sind wir zum Groevenbeek Christelijk College gelaufen und wurden herzlich mit einem Stück Kuchen empfangen. Anschließend wurde in kleinen Gruppen die Schule erkundet und deutliche Unterschiede festgestellt (z. B. viele Arbeitsplätze auf den Fluren). Nach einer kurzen Besprechung zum aktuellen Projektstand sind wir von den Gastfamilien abgeholt worden.
Am Dienstag fuhren wir mit einem Reisebus nach Amsterdam. In Amsterdam angekommen sind wir als erstes zum NEMO-Museum gelaufen. In dem Museum konnten wir uns am Vormittag mit dem Einfluss der Naturwissenschaften auf unsere Zukunft beschäftigen. Dabei wurden sowohl technische Möglichkeiten der Energiegewinnung als auch medizinische Anwendungen thematisiert. Nach einem kurzen Spaziergang durch Amsterdam erreichten wir am Nachmittag das Verzetsmuseum. Bei einer Führung durch das alte jüdische Viertel Amsterdams haben wir mehrere Gedenkstätten besucht und uns mit der Bedeutung der Erinnerungskultur für unsere Zukunft auseinandergesetzt. Danach erkundeten wir gemeinsam in kleinen Gruppen die Innenstadt Amsterdams und konnten diese vor allem im Bereich der Fahrradmobilität mit unseren Beispielen aus der ersten Woche vergleichen. Am späten Nachmittag traten wir die Rückreise nach Ermelo an.
Der Mittwoch begann mit einer Reflexion unserer Erlebnisse in Amsterdam. Danach konnten wir zielgerichtet an unseren Projektpräsentationen weiterarbeiten und diese für den anstehenden Elternabend fertigstellen. In unserer gemeinsamen Mittagspause hatten wir im Jugendzentrum Loev die Möglichkeit, unsere Gemeinschaft mit Billard, Tischtennis und vielem mehr zu vertiefen. Anschließend sind wir in unsere Gastfamilien gegangen, um einen Snack für den Elternabend vorzubereiten. Ab 17:30 Uhr fand dann der Elternabend statt. Nach einem gemeinsamen Buffet erhielten wir Zeit, unsere Präsentationen vorzustellen und uns mit den Eltern auszutauschen. Wir haben festgestellt, dass wir in den Gruppen trotz gleicher Themenstellung sehr unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt haben. Dies spiegelt auch unsere Zukunft wider. Sie liegt in unseren Händen und wir sollten sie im gemeinsamen, rücksichtsvollem Miteinander nach unseren persönlichen Stärken gestalten und uns gegenseitig ergänzen.
Nach dem Elternabend am Mittwoch konnten wir am Donnerstag noch spannende Einblicke in Bereiche des niederländischen Alltags erhalten. In den ersten beiden Stunden besuchten wir den Unterricht in den Niederlanden. Dafür wurden wir in Klassen aufgeteilt und haben uns zwei Unterrichtsfächer angeschaut. Danach haben wir eine Stadtrallye, die die Schüler aus den Niederlanden zuvor vorbereitet haben, durch Ermelo gemacht. Nach der Rallye sind wir mit dem Fahrrad nach Harderwijk gefahren. Hierbei fiel uns auf, dass das Fahrrad in den Niederlanden einen anderen Stellenwert im Verkehr hat als in Deutschland. Es gab eigene Fahrspuren und sogar eigene Kreisverkehre und Tunnel, um eine Autobahn zu kreuzen. In Harderwijk konnten wir die Stadt am Veluwemeer mit 44 Challenges erkunden. Im Anschluss sind wir gemeinsam zu einer Bowling Halle gefahren, um dort den Tag und auch ein bisschen unser Projekt ausklingen zu lassen.
Am Freitagmorgen kamen wir ein letztes Mal in der niederländischen Schule an. Anschließend gingen wir in den Klassenraum, wo wir gemeinsam Fragen zum Austausch und unseren Eindrücken beantworteten und reflektieren konnten. Danach ließen wir den Vormittag bei Muffins und anderem Gebäck gemütlich ausklingen. Im Anschluss machten wir uns gemeinsam auf den Weg zum Bahnhof, wo wir uns voneinander verabschiedeten und wir die Heimreise nach Paderborn antraten. Am Nachmittag kamen wir pünktlich in Paderborn an. Insgesamt war der Austausch eine sehr schöne und bereichernde Erfahrung für uns alle.
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Text: Teilnehmende der Gruppenmobilität Bilder: Hr. Meiß