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Geschichte vor Ort

Schon zum zweiten Mal in diesem Halbjahr kam am Wochenende eine Gruppe von 25 SchülerInnen zusammen, um sich gemeinsam auf die im Juni anstehende Gedenkstättenfahrt zu Orten der Shoah in Ostpolen vorzubereiten.

Treffpunkt am Morgen war der Bahnhof Kasseler Tor; von hier aus wurden im März 1942 jüdische BürgerInnen Paderborns deportiert – das Warschauer Ghetto war erstes Ziel der Fahrt, an deren Ende der Tod stand. Die SchülerInnen setzten sich am Ort des Geschehens mit Dokumenten zur Organisation der Paderborner Deportation auseinander, ebenso mit den einzelnen Menschen, die ihr zum Opfer fielen.

Im Laufe des Tages wurde dann in der Schule der Weg der Deportierten nachgezeichnet: Anhand von Texten und Fotografien untersuchten die SchülerInnen den Alltag im Warschauer Ghetto. Am Nachmittag stand der Aufstand im Warschauer Ghetto 1943 im Mittelpunkt und wurde anhand von Opfer- und Täterperspektiven beleuchtet, um abschließend die Bedeutung des Aufstandes als Symbol jüdischen Widerstandes würdigen zu können.

Nach diesem intensiven Arbeitstag, dem noch ein weiterer folgen wird, ist die Gruppe gut vorbereitet auf die im Juni anstehende Gedenkstättenfahrt nach Ostpolen, der alle gespannt entgegensehen.

Text: Fr. Hertel, Fotos: E. Lettermann