Zum vierten Mal machten sich 26 EF-Geschichtsschüler:innen auf den Weg nach Wewelsburg, um sich in einem zweitägigen Seminar auf die im Juni anstehende Gedenkstättenfahrt nach Ostpolen vorzubereiten.
Nach dem ersten Kennenlernen sorgte das PolenMobil für eine aktivierende Annäherung an unser Nachbarland und seine Sprache. Abends hielt Ramona Bechauf, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Deutschen Polen-Instituts, einen sehr informativen und interessanten Vortrag mit anschließender Diskussion über die Geschichte Polens und seine nationale Identität.
Am folgenden Vormittag arbeiteten die Schüler:innen zu verschiedenen Aspekten polnischer und jüdischer Geschichte. Nachmittags führte Sonja Bauer, pädagogische Mitarbeiterin der Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg, die Gruppe drei Stunden lang durch die Ausstellung und den Ort, wobei sie Täter und Opfer des Konzentrationslagers Niederhagen in den Blick nahm und wichtige Gegenwartsbezüge aufzeigte. Abgeschlossen wurde der Tag mit dem Film „Der Pianist“, der eindringlich das Leben und Überleben im Warschauer Ghetto nachzeichnet.
Die am Sonntag vorgestellten Ergebnisse der Gruppenarbeit zeigten die intensive Auseinandersetzung der Schüler:innen mit ihren Themen.
Durch das von Frau Große-Bley, Frau Hertel und Frau Lettermann geleitete Wochenende ist der Grundstein für die herausfordernde Fahrt im Juni gelegt; zwei weitere Projekttage werden die Vorbereitung ergänzen und abschließen.
Unser Dank gilt besonders Frau Karolina Hajjar, die unser Seminar als Vertreterin des aktuellen forums e. V. umsichtig begleitete, und der Bundeszentrale für politische Bildung sowie dem Förderverein des Pelizaeus-Gymnasiums für die finanzielle Unterstützung.
Ein ebenso herzlicher Dank gilt David und Claudia vom PolenMobil.
Text: Fr. Hertel, Fotos: Fr. Lettermann